Dieser Leitfaden zeigt Ihnen das John Deere Mäher Gasgestänge-Diagramm, erklärt die Funktion der einzelnen Teile und führt Sie durch die Einstellung von Gaszug und Chokezug, damit Sie häufige Probleme mit der Gasregelung Ihres Mähers selbst beheben können.
Identifizieren Sie Ihren John Deere Motor, bevor Sie das Diagramm verwenden
Bevor Sie mit der Fehlersuche beginnen, ist es besonders wichtig zu wissen, welchen Motor Ihr John Deere Mäher verwendet. John Deere hat im Laufe der Jahre Motoren verschiedener Hersteller eingesetzt. Briggs & Stratton und Kawasaki gehören zu den häufigsten Motoren in John Deere Rasen- und Gartengeräten. Diese Motoren verfügen über unterschiedliche Vergaser und Gasgestänge-Konstruktionen. Die Verwendung des falschen Diagramms kann daher zu Verwirrung und fehlerhaften Einstellungen führen.
Suchen Sie nach einem Typenschild oder einer Kennzeichnung auf dem Ventildeckel, dem Gebläsegehäuse oder dem Motorblock, um den Hersteller zu identifizieren. Sobald Sie wissen, ob Ihr Mäher mit einem Briggs-&-Stratton- oder Kawasaki-Motor ausgestattet ist, können Sie mit dem entsprechenden Diagramm weiter unten fortfahren.
John Deere Gasgestänge-Diagramm für Briggs-&-Stratton-Motoren
Viele John Deere Mäher sind mit zuverlässigen Briggs-&-Stratton-Motoren ausgestattet. Bei diesen Motoren befinden sich Gas- und Choke-Bedienelemente normalerweise gemeinsam in der Nähe des Vergasers. Das folgende Diagramm zeigt eine typische Anordnung.
Erklärung der Teile des Gasgestänges
Um eine korrekte Einstellung vorzunehmen, ist es wichtig, die Funktion der einzelnen Teile zu verstehen. Im Folgenden werden die im Diagramm gekennzeichneten Komponenten erklärt:
- A – Gaszugklemme: Diese kleine Schraub- und Halterungseinheit fixiert die Außenhülle des Gaszugs. Durch Lösen der Klemme können Sie die Position der Außenhülle des Gaszugs anpassen. Auf diese Weise lässt sich der Drehzahlbereich des Motors fein einstellen.
- B – Gaszug: Dieser Zug verbindet den Gashebel am Armaturenbrett mit dem Vergaser. Wenn Sie den Hebel bewegen, betätigt der Gaszug eine Drosselklappe im Vergaser. Dadurch wird die Menge des in den Motor gelangenden Luft-Kraftstoff-Gemischs geregelt und somit die Motordrehzahl (U/min) gesteuert.
- C – Chokezugklemme: Ähnlich wie die Gaszugklemme fixiert diese Klemme die Außenhülle des Chokezugs. Sie ermöglicht eine Einstellung, damit sich die Chokeklappe korrekt betätigen lässt.
- D – Chokezug: Dieser Zug verbindet den Choke-Knopf oder Choke-Hebel am Armaturenbrett mit der Chokeklappe des Vergasers. Der Choke wird nur beim Kaltstart verwendet. Er schließt die Chokeklappe und begrenzt dadurch die Luftzufuhr, sodass ein fetteres Luft-Kraftstoff-Gemisch entsteht. Dies erleichtert das Starten des Motors.
John Deere Gasgestänge-Diagramm für Kawasaki-Motoren
Kawasaki-Motoren sind ebenfalls eine beliebte Wahl für John Deere Geräte und bekannt für ihre Leistung und Langlebigkeit. Obwohl das Funktionsprinzip dasselbe ist, kann sich die Anordnung des Gas- und Choke-Gestänges von der Konstruktion bei Briggs-&-Stratton-Motoren unterscheiden. Das folgende Diagramm zeigt eine typische Anordnung für einen Kawasaki-Motor.

Erklärung der Teile des Gasgestänges
Sehen wir uns die einzelnen Teile dieser Kawasaki-Motor-Ausführung genauer an:
- A – Gaszuganschluss: Hier wird der Innenzug des Gaszugs mit dem Drehzahlregler (Governor) oder dem Gashebel des Vergasers verbunden. Diese direkte Verbindung betätigt den Gasmechanismus.
- B – Chokezuganschluss: Hier wird der Innenzug des Chokezugs mit dem Chokehebel am Vergaser verbunden.
- C – Chokezugklemme: Diese Halterung fixiert die Außenhülle des Chokezugs. Ihre Position ist entscheidend dafür, dass sich der Choke vollständig öffnen und schließen lässt.
- D – Gaszugklemme: Diese Klemme hält die Außenhülle des Gaszugs fest. Durch die Anpassung ihrer Position wird sichergestellt, dass der Gashebel am Armaturenbrett den gesamten Bewegungsbereich des Gashebels am Vergaser abdeckt – vom Leerlauf bis zur maximalen Drehzahl.
Wie stellt man den Gaszug ein?
Wenn Ihr Motor nicht die maximale Drehzahl erreicht oder nicht richtig im Leerlauf läuft, lässt sich das Problem normalerweise durch eine Einstellung des Gaszugs beheben. Diese Anpassung stellt sicher, dass der Gashebel exakt mit dem gesamten Bewegungsbereich des Vergasers übereinstimmt.
- Zugang zum Gasgestänge schaffen: Entfernen Sie das Gitter oder die Abdeckung des Motors, damit Sie freien Zugang zum Vergaser und Gasgestänge erhalten.
- Gaszugklemme lösen: Lösen Sie die Schraube der Gaszugklemme (bei den Briggs-&-Stratton-Diagrammen mit A, bei den Kawasaki-Diagrammen mit D gekennzeichnet). Lösen Sie die Schraube nur so weit, dass sich die Außenhülle des Gaszugs frei verschieben lässt – entfernen Sie die Schraube nicht vollständig.
- Gashebel positionieren: Schieben Sie den Gashebel Ihres Mähers ganz nach vorne auf maximale Drehzahl. Ziehen Sie ihn anschließend ein kleines Stück zurück, etwa 3,2 mm. Dieser kleine Abstand verhindert, dass der Gaszug zu stark gespannt wird oder sich verklemmt.
- Spiel aus dem Gaszug entfernen: Gehen Sie zurück zum Motor und ziehen Sie die Außenhülle des Gaszugs vorsichtig vom Vergaser weg, bis sie sich nicht weiter bewegen lässt. Dadurch wird das gesamte lose Spiel aus dem Gaszug entfernt.
- Klemme festziehen: Halten Sie die Außenhülle des Gaszugs in dieser Position und ziehen Sie die Klemmschraube fest an, um sie zu fixieren.
- Testen und wieder zusammenbauen: Bewegen Sie den Gashebel mehrmals von langsam bis schnell. Überprüfen Sie, ob sich das Gasgestänge am Vergaser über den gesamten Bewegungsbereich gleichmäßig bewegt, ohne zu klemmen oder zu stocken. Wiederholen Sie die Schritte bei Bedarf. Wenn alles ordnungsgemäß funktioniert, montieren Sie die Motorabdeckung wieder.
Wie stellt man den Chokezug ein?
Wenn der Choke richtig eingestellt ist, lässt sich Ihr Motor auch bei kaltem Wetter problemlos starten. Wenn der Motor bei kalten Temperaturen nur schwer anspringt oder direkt nach dem Start für einige Sekunden unruhig läuft, ist der Chokezug wahrscheinlich nicht richtig eingestellt.
- Zugang zu den Choke-Komponenten schaffen: Entfernen Sie die Motorabdeckung (genau wie bei der Einstellung des Gaszugs), damit Sie den Chokezug und dessen Klemme erreichen können.
- Chokezugklemme lösen: Lösen Sie die Schraube der Chokezugklemme (bei beiden Diagrammen mit C gekennzeichnet).
- Chokehebel richtig positionieren: Ziehen Sie den Choke-Knopf bzw. Choke-Hebel am Armaturenbrett vollständig heraus, um den Choke vollständig zu aktivieren. Schieben Sie ihn anschließend ein kleines Stück zurück – etwa 3,2 mm.
- Chokezug positionieren: Ziehen Sie die Außenhülle des Chokezugs vom Vergaser weg, bis sie sich nicht mehr weiter bewegen lässt. Dadurch wird sichergestellt, dass sich die Chokeklappe bei Verwendung des Chokes vollständig schließen kann.
- Klemme festziehen: Halten Sie die Außenhülle des Chokezugs in dieser Position und ziehen Sie anschließend die Klemmschraube wieder fest.
- Funktion überprüfen: Schieben und ziehen Sie den Choke-Knopf einige Male. Beobachten Sie die Chokeklappe am Vergaser, um sicherzustellen, dass sie sich vollständig öffnet und schließt. Wenn sie sich ordnungsgemäß bewegt, montieren Sie die Motorabdeckung wieder.
Häufige Probleme mit dem Gasgestänge
Auch wenn alle Einstellungen korrekt vorgenommen wurden, können Teile mit der Zeit verschleißen oder beschädigt werden. Wenn Sie kleine Probleme frühzeitig erkennen, können Sie Zeit und Geld sparen.
- Motordrehzahl schwankt: Wenn die Motordrehzahl bei einer konstanten Gasstellung selbstständig hoch- und runtergeht, liegt die Ursache normalerweise entweder an einem zu mageren Kraftstoffgemisch oder an einem defekten Drehzahlregler (Governor). Bevor Sie den Vergaser überholen, sollten Sie zunächst überprüfen, ob sich das Gasgestänge frei bewegen lässt und alle Federn korrekt eingehängt und in gutem Zustand sind. Eine schwache oder fehlende Governor-Feder ist hier die häufigste Ursache.
- Motor erreicht nicht die maximale Drehzahl: Dies bedeutet fast immer, dass der Gaszug falsch eingestellt oder ausgeleiert ist. Stellen Sie ihn anhand der oben beschriebenen Schritte neu ein. Wenn das Problem dadurch nicht behoben wird, ist der Gaszug verschlissen und muss ersetzt werden.
- Schwergängiger oder festsitzender Gashebel: Schmutz, Gras und Rost können das Gasgestänge beeinträchtigen. Reinigen Sie den gesamten Bereich rund um den Vergaser, insbesondere alle Dreh- und Gelenkpunkte. Sprühen Sie etwas Kriechöl auf die beweglichen Gelenkpunkte. Wenn der Gashebel weiterhin schwergängig ist, ist der Gaszug wahrscheinlich innerhalb der Außenhülle verrostet oder ausgefranst und muss ersetzt werden.
- Motor geht nicht auf Leerlaufdrehzahl zurück: Wenn der Motor auch dann mit hoher Drehzahl weiterläuft, wenn Sie den Gashebel auf langsam stellen, ist das Gasgestänge wahrscheinlich in geöffneter Position blockiert. Dies kann auch auftreten, wenn die Leerlaufschraube des Vergasers falsch eingestellt ist oder der Gaszug zu straff eingestellt wurde.
Fazit
Ein korrektes John Deere Mäher Gasgestänge-Diagramm macht die Fehlersuche und Reparatur deutlich einfacher. Unruhiger Motorlauf, zu hohe Leerlaufdrehzahl oder Startprobleme lassen sich häufig bereits durch eine kleine Anpassung oder den Austausch eines verschlissenen Gaszugs beheben. FridayParts bietet zuverlässige John Deere Mäher-Ersatzteile aus dem Aftermarket zu attraktiven Preisen. Wir haben eine große Auswahl an Ersatzteilen auf Lager, sodass Sie die benötigten Teile schnell erhalten und Ihren John Deere Mäher wieder einsatzbereit machen können.

