Der Drosselklappensensor (TPS) sendet die Position der Drosselklappe an das ECM (Motorsteuergerät). Er verfügt über bewegliche mechanische und elektrische Teile, die leicht verschleißen, was zu höheren Reparaturkosten führen kann. Ein fehlerhafter oder defekter TPS kann alle möglichen Probleme verursachen. Prüfen Sie die folgenden Anzeichen für einen defekten Drosselklappensensor, um herauszufinden, ob der Sensor an Ihrer Maschine ausgetauscht werden muss, und erfahren Sie, wie Sie ihn reparieren, ersetzen oder neu programmieren können.
Was ist ein Drosselklappensensor und wie funktioniert er?
Der Drosselklappensensor (TPS) ist am Drosselklappengehäuse des Motors montiert. Er teilt dem ECM mit, wie weit die Drosselklappe geöffnet ist, also wie viel Luft gerade in den Motor strömt. Wenn Sie das Gaspedal drücken oder den Hebel betätigen, öffnet sich die Drosselk
lappe, sodass mehr Luft einströmt. Der TPS übermittelt diese Veränderung sofort an das ECM. Das Funktionsprinzip lässt sich folgendermaßen zusammenfassen:
- Im Leerlauf ist die Drosselklappe im Grunde geschlossen. Der TPS sendet ein Niederspannungssignal von etwa 0,5 Volt.
- Beim Beschleunigen öffnet sich die Drosselklappe immer weiter. Die Spannung des TPS steigt entsprechend.
- Wird das Gaspedal voll durchgedrückt und die Drosselklappe vollständig geöffnet, sendet der TPS das höchste Spannungssignal, in der Regel etwa 4,5 Volt.
Diese Echtzeitdaten sind besonders kritisch. Das ECM kombiniert die TPS-Signale mit den Daten anderer Sensoren, um sofort zu berechnen, wie viel Kraftstoff eingespritzt werden muss und wann. Manche Systeme nutzen dies auch, um den Schaltzeitpunkt der Getriebe zu bestimmen. Der TPS ist unverzichtbar für schnelle Motorreaktionen und kraftstoffsparenden Betrieb.
Häufige Symptome eines defekten Drosselklappensensors
Ein fehlerhafter TPS sendet falsche oder sprunghafte Daten an das ECM. Das ECM trifft dann falsche Entscheidungen auf Basis dieser fehlerhaften Informationen, was zu offensichtlichen Leistungsproblemen führt. Einige dieser Anzeichen können auch auf andere Probleme hinweisen, treten jedoch häufig gleichzeitig auf, wenn der TPS die Ursache ist.
Motor-Kontrollleuchte oder Fehlercode-Warnung
Ein defekter TPS bewirkt, dass das ECM einen Diagnosefehlercode (DTC) speichert und die Warnleuchte im Armaturenbrett aktiviert. Codes, die mit dem TPS-Kreis verbunden sind – wie „Circuit Low Input“, „Circuit High Input“ oder „Correlation/Rationality“ (z. B. P0121, P0122, P0123) – deuten direkt auf den Sensor oder seine Verkabelung hin.
Motorzögern oder Leistungsverlust
Beim Beschleunigen oder bei Belastung der Maschine (z. B. beim Heben einer schweren Schaufel Erde) kann der Motor ins Stocken geraten, zögern oder kraftlos wirken. Das ECM erhält nicht das richtige Signal, dass mehr Leistung benötigt wird, und spritzt nicht genügend Kraftstoff. Der Motor „verhungert“ im kritischen Moment.
Rauher oder instabiler Leerlauf
Ein defekter TPS kann ein schwankendes Signal senden, selbst wenn die Drosselklappe vollständig geschlossen ist. Das ECM versucht, den Leerlauf konstant zu halten, und passt ständig das Luft-Kraftstoff-Gemisch an. Dies führt zu schwankenden Drehzahlen oder unruhigem Motorlauf. Ein stabiler Leerlauf tritt nur ein, wenn das ECM sicher weiß, dass die Drosselklappe geschlossen ist.
Schlechter Kraftstoffverbrauch
Wenn Sie häufiger tanken müssen als üblich, kann ein fehlerhafter TPS der Grund sein. Meldet der Sensor fälschlicherweise, dass die Drosselklappe weiter geöffnet ist, spritzt das ECM mehr Kraftstoff, als der Motor benötigt. Das zu reichhaltige Gemisch verschwendet Diesel und kann langfristig weitere Probleme verursachen.
Harte, verzögerte oder unregelmäßige Gangwechsel
Bei Maschinen mit Powershift- oder fortgeschrittenen hydrostatischen Getrieben nutzt das Transmission Control Module (TCM) TPS-Daten, um Schaltzeitpunkte und Schaltkraft zu bestimmen. Ein fehlerhaftes Signal kann zu verzögerten, harten oder unvorhersehbaren Gangwechseln führen, da das Getriebe die Last des Motors oder die Absicht des Bedieners nicht korrekt erkennt.
Plötzliche Leistungsspitzen oder schwarze Rauchentwicklung
Das Gegenteil des Zögerns kann ebenfalls auftreten. Der Sensor sendet möglicherweise plötzlich ein Hochspannungssignal, sodass das ECM glaubt, das Gaspedal sei voll durchgedrückt. Dies kann ein unerwartetes Vorwärtsrucken verursachen. Die plötzliche, unnötige Kraftstoffzufuhr führt häufig zu unvollständiger Verbrennung und schwarzem Rauch aus dem Auspuff.
Wie testet man einen Drosselklappensensor?
Die Fehlfunktion eines TPS ähnelt oft anderen Motorproblemen. Der zuverlässigste Weg ist ein tatsächlicher Test. Prüfen Sie unbedingt das entsprechende Reparaturhandbuch der Maschine, da die Vorgehensweise je nach Marke und Modell unterschiedlich sein kann (z. B. Caterpillar, John Deere, Komatsu).
Fehlercode auslesen
Verbinden Sie das passende Diagnosegerät für Baumaschinen mit der Diagnoseschnittstelle der Maschine und schalten Sie die Zündung ein, um den Fehlercode auszulesen. Codes von P0120 bis P0124 deuten meist auf ein Problem mit dem TPS oder den Leitungen hin.
Erste Sichtprüfung auf offensichtliche Probleme
- Prüfen, ob der Stecker des TPS locker sitzt – ein lose sitzender Stecker kann leicht ein abnormales Signal verursachen.
- Prüfen, ob die Pins im Stecker korrodiert oder verrostet sind – in feuchten Umgebungen häufig.
- Kabelbaum auf Abrieb oder Brüche prüfen – unter hohen Vibrationen (Bagger, Lader) häufig.
- Sensorgehäuse auf Risse oder lockere Befestigung am Drosselklappengehäuse prüfen.
Mit einem Multimeter prüfen, ob der TPS ordnungsgemäß funktioniert
Stellen Sie das Multimeter zunächst auf Gleichspannung (DC) ein und ziehen Sie den TPS-Stecker während der Messung nicht ab. Führen Sie stattdessen die Messspitze vorsichtig von der Rückseite des Steckers ein, sodass Sie den Metallkontakt im Inneren berühren. Gehen Sie dabei sehr behutsam vor.
Ein TPS verfügt in der Regel über drei Leitungen:
eine 5-Volt-Stromversorgung, eine Masseleitung und eine Signalleitung. Vor der eigentlichen Messung sollten Sie im Werkstatthandbuch nachsehen, welche Leitung die Signalleitung ist. Drehen Sie dann den Zündschlüssel auf ON, starten Sie den Motor jedoch nicht. Die rote Messspitze wird mit der Signalleitung verbunden, die schwarze Messspitze mit dem Minuspol der Batterie oder einem blanken Metallteil am Motor.
Die Spannung liegt normalerweise zwischen 0,4 und 0,9 Volt, wenn die Drosselklappe nicht bewegt wird. Drücken Sie das Gaspedal langsam oder bewegen Sie den Drosselhebel bis zum Anschlag. In der Regel steigt die Spannung mit zunehmender Öffnung der Drosselklappe kontinuierlich an und erreicht bei Vollöffnung etwa 4,5 Volt.
Entscheidend ist dabei nicht ein einzelner Zahlenwert, sondern ob sich die Spannung gleichmäßig und ohne Unterbrechungen verändert. Solange die Spannung gleichmäßig ansteigt und nicht plötzlich auf null fällt, ist der TPS im Grunde in Ordnung. Wenn die Spannung jedoch schwankt, nicht reagiert oder zwischendurch abbricht, liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Problem am Sensor selbst oder an der Verkabelung vor, was eine weitere Prüfung oder einen direkten Austausch erforderlich macht.
Austausch des Drosselklappensensors
Wenn Ihre Tests bestätigen, dass der TPS defekt ist, lässt er sich relativ einfach austauschen.
- Das richtige Ersatzteil besorgen: Wählen Sie einen hochwertigen Ersatz-TPS, der exakt zu Marke, Modell und Motor Ihrer Maschine passt.
- Batterie abklemmen: Trennen Sie aus Sicherheitsgründen immer zuerst den Minuspol der Batterie.
- Alten Sensor entfernen: Ziehen Sie den elektrischen Stecker ab und lösen Sie die zwei Schrauben oder Bolzen, mit denen der Sensor am Drosselklappengehäuse befestigt ist. Der alte Sensor lässt sich dann einfach abnehmen.
- Neuen Sensor montieren: Einige Techniker empfehlen, eine kleine Menge Anti-Seize-Paste auf die Rotor-Spitze des neuen Sensors aufzutragen – das erleichtert ein späteres Entfernen. Setzen Sie den neuen Sensor auf das Drosselklappengehäuse und ziehen Sie die Schrauben fest.
- Wieder anschließen und testen: Stecken Sie den elektrischen Anschluss wieder ein und schließen Sie die Batterie erneut an.
- Falls erforderlich kalibrieren: Starten Sie den Motor. Manche Maschinen funktionieren sofort korrekt. Einige ECMs benötigen jedoch eine Kalibrierung oder einen sogenannten „Relearn“-Vorgang, um die Grundspannung des neuen Sensors zu erkennen. Manchmal reicht es aus, die Zündung vor dem Start für etwa 10 Sekunden einzuschalten. In anderen Fällen müssen die Schritte aus dem Servicehandbuch befolgt werden.
Fazit
Egal, ob Sie die Reparatur selbst durchführen oder einen lokalen Techniker beauftragen: Wenn Sie auf diese Symptome achten, können Sie teure Motorschäden und einen erhöhten Kraftstoffverbrauch vermeiden.
Fällt der Sensor aus, sollte er sofort ersetzt werden, um andere Komponenten nicht zu beeinträchtigen. Den passenden Sensor können Sie bei FridayParts erwerben. Alle unsere Ersatzteile werden zu sehr wettbewerbsfähigen Preisen angeboten, sodass Sie das beste Preis-Leistungs-Verhältnis erhalten. Zudem garantieren wir eine schnelle und zuverlässige Lieferung.
FAQs
Kann der Betrieb mit einem defekten Drosselklappensensor andere Bauteile beschädigen?
Ja, bei längerer Nutzung mit einem defekten TPS können definitiv Schäden auftreten. Auch wenn die Maschine kurzfristig nicht sofort ausfällt, können langfristig hohe Reparaturkosten entstehen. Wird dauerhaft zu viel Kraftstoff eingespritzt, kann dies das Abgassystem beschädigen. Beispielsweise kann der DPF (Dieselpartikelfilter) verstopfen oder beschädigt werden. Außerdem führen unregelmäßige Schaltvorgänge dazu, dass das Getriebe vorzeitig verschleißt. Bauteile, die eigentlich lange halten sollten, müssen dann frühzeitig repariert oder ersetzt werden.
Kann ein defekter TPS harte Schaltvorgänge verursachen?
Absolut. Dies ist eines der häufigsten TPS-Symptome bei schweren Maschinen. Das Getriebesteuergerät ist stark auf die TPS-Signale angewiesen, um den richtigen Schaltzeitpunkt und den Schaltöldruck zu bestimmen. Bei fehlerhaften Daten „schaltet“ das Getriebe praktisch im Blindflug. Deshalb treten raue Gangwechsel und eine schlechte Maschinenleistung auf.
Was passiert, wenn man den Drosselklappensensor abzieht?
Durch das Abziehen des TPS verliert das ECM sein wichtigstes Signal zur Drosselklappenstellung. Was danach passiert, hängt vom jeweiligen System ab. Bei den meisten moderneren Maschinen leuchtet sofort eine Fehlermeldung auf, und das System wechselt in den Notlaufmodus. Die Motordrehzahl und Leistung werden begrenzt. Drückt man nun erneut das Gaspedal, kann der Motor entweder unruhig im Leerlauf laufen oder im schlimmsten Fall sogar ganz ausgehen.
Kurz gesagt: Das Abziehen des TPS hilft nicht bei der Fehlersuche, sondern führt meist dazu, dass die Maschine nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert.
Wie oft s ollte ein Drosselklappensensor ersetzt werden?
Ein TPS ist kein typisches Verschleißteil mit festem Wartungsintervall. Er ist robust ausgelegt und kann tausende Betriebsstunden halten. Ein Austausch ist nur dann nötig, wenn der Sensor einen Diagnosetest nicht besteht oder eindeutig Leistungsprobleme verursacht. Allerdings arbeiten Bau- und Landmaschinen in rauen Umgebungen mit starken Vibrationen, weshalb TPS bei diesen Maschinen oft früher ausfallen als bei normalen PKWs.

