Zu wissen, wann man 4 High (4H) vs. 4 Low (4L) verwendet, hilft Ihrer Maschine, besseren Grip zu bekommen, ein Steckenbleiben zu vermeiden und den Verschleiß an Antriebsstrangteilen (Verteilergetriebe, Kardanwellen, Achsen, Differentiale) zu reduzieren. Dieser Leitfaden erklärt es in einfacher, leicht verständlicher Sprache.
Was sind 4 High und 4 Low?
Ihr 4WD-System wird über ein Verteilergetriebe gesteuert. Denken Sie daran wie ein starkes Getriebe, das die Kraft an die Vorder- und Hinterachsen verteilt. 4H und 4L sind zwei Modi im Verteilergetriebe, die für unterschiedliche Aufgaben konzipiert sind.
Was ist 4 High (4H)?
4H = mehr Grip, normale Fahrgeschwindigkeit.
Im 4H-Modus verriegelt das Verteilergetriebe die vordere und hintere Kardanwelle, sodass die Vorder- und Hinterräder gemeinsam ziehen. Dies hilft besonders auf rutschigem Untergrund.
Der entscheidende Punkt ist das 1:1-Übersetzungsverhältnis. Einfach gesagt: Es wird kein zusätzliches Drehmoment erzeugt. Ihre Maschine verwendet weiterhin ihre normalen Gänge, sodass Sie bei normaler Arbeitsgeschwindigkeit fahren können und gleichzeitig Allradantrieb haben.
(Immer die Geschwindigkeitsbegrenzungen im Bedienerhandbuch beachten.)

Was ist 4 Low (4L)?
4L = niedrige Geschwindigkeit, große Zugkraft, bessere Kontrolle.
Im 4L-Modus verwendet das Verteilergetriebe ein untersetztes Zahnradset, das oft ein Reduktionsverhältnis von etwa 2:1 bis 4:1 erzeugt.
Das bedeutet, dass die Motorleistung vor der Übertragung auf die Räder multipliziert wird. Sie gewinnen mehr Kraft, verlieren jedoch deutlich an Geschwindigkeit. 4L ist für schwere, langsame Arbeiten gedacht – nicht für schnelle Fahrten über die Baustelle.
Wichtiges Fazit: Denken Sie so: 4 High ist für Traktion bei Geschwindigkeit, 4 Low für Kraft und Kontrolle.

Vergleich 4H vs. 4L
| Punkt | 4 High (4H) | 4 Low (4L) |
|---|---|---|
| Am besten geeignet für | Rutschiger Untergrund bei normaler Fahrt | Schwierige Situationen, die langsame Kontrolle und maximale Kraft erfordern |
| Geschwindigkeit | Normale Arbeitsgeschwindigkeit (Handbuch prüfen) | Nur niedrige Geschwindigkeit (oft sehr langsam) |
| Leistung/Drehmoment | Normal (kein zusätzliches Drehmoment) | Hoch (Drehmoment durch Untersetzung multipliziert) |
| Beispiele „Wann verwenden“ | Schlamm, Schnee, Sand, Schotterstraßen; Bewegung auf der Baustelle | Steile Hügel; schweres Ziehen; Bergung; Felsen/Gräben/Baumstämme |
| „Nicht verwenden“ Hinweis | Auf trockenem Asphalt vermeiden | Auf trockenem Asphalt vermeiden; nicht für normale Fahrten verwenden |
Wann sollte man 4 High vs. 4 Low verwenden?
Hier sind einfache praxisnahe Situationen, die Ihnen helfen, den richtigen Modus zu wählen.
3 Szenarien für die Verwendung von 4 High
Verwenden Sie 4H, wenn Sie mehr Grip als bei 2WD benötigen, aber weiterhin normal schnell fahren möchten.
- Fahren auf rutschigen, losen Untergründen: Schlamm, Schotter, Schnee, Sand – alles, wo die Reifen leicht durchdrehen. 4H hilft Ihnen, die Bewegung aufrechtzuerhalten und besser zu lenken.
- Moderate Lasten auf unebenem Boden transportieren: Material über gemischten Untergrund (Feld + Hartboden + loser Boden) transportieren. 4H verbessert die Stabilität und reduziert das Durchdrehen der Räder.
- Leichtes bis mittleres Off-Road-Fahren: Tägliche Arbeit auf unebenen Wegen, Spurrillen, kleinen Hügeln und unebenem Gelände. 4H ist normalerweise ausreichend.
3 Szenarien für die Verwendung von 4 Low
Verwenden Sie 4L, wenn Sie maximale Kraft und langsame, sorgfältige Kontrolle benötigen.
- Steile Auf- oder Abfahrten
- Bergauf: 4L gibt Ihnen das Drehmoment, um zu kriechen, ohne abzusterben.
- Bergab: 4L bietet starke Motorbremswirkung, sodass Sie die Geschwindigkeit kontrollieren, ohne die Bremsen zu überhitzen.
- Extrem schwere Lasten ziehen oder Fahrzeugbergung:
Einen schweren Anhänger aus tiefem Schlamm ziehen, festgefahrene Maschinen bergen oder schwierige Bergungen durchführen – 4L liefert die zusätzliche Kraft.
- Technisches Gelände bewältigen:
Über große Felsen, tiefe Gräben, Baumstämme oder Hindernisse kriechen, die eine präzise Radplatzierung erfordern. 4L verhindert ruckartige Bewegungen und ermöglicht bessere Kontrolle.
Regeln für das Umschalten und den Einsatz
Falscher Einsatz von 4WD kann teure Schäden am Antriebsstrang verursachen. Diese Regeln sind wichtig.
Wie wechselt man sicher zwischen den Modi?
Immer das Bedienerhandbuch prüfen, aber dies sind gängige Regeln:
Wechsel zu 4 High: Viele Maschinen können bei niedriger bis mittlerer Geschwindigkeit von 2H auf 4H schalten. Bleiben Sie innerhalb der im Handbuch angegebenen Geschwindigkeit.
Wechsel zu 4 Low:
- Kompletter Stillstand
- Hauptgetriebe auf Neutral (N) schalten
- Dann Verteilergetriebe auf 4L schalten
Einfache Regel: Für 4L zuerst anhalten.
Warum sollte man 4WD nicht auf trockenem Asphalt verwenden?
Verwenden Sie keinen teilweisen 4WD (4H oder 4L) auf trockenem Asphalt oder Beton.
Beim Abbiegen fahren die inneren und äußeren Räder unterschiedliche Strecken. Part-Time-4WD verriegelt Vorder- und Hinterachse, sodass der Antriebsstrang „blockiert“ und Spannung aufbaut (Driveline Bind/Wind-up). Auf Dauer kann dies beschädigen:
- Das Verteilergetriebe
- Kardanwellen und Kreuzgelenke
- Achsen und Differentiale
Die Missachtung dieser Regeln kann zu teuren Reparaturen führen, einschließlich eines kompletten Austausch des Verteilergetriebes.
Fazit
Verwenden Sie 4H auf rutschigem Untergrund, wenn Sie weiterhin normale Arbeitsgeschwindigkeit benötigen. Verwenden Sie 4L für steile, schwere oder technisch anspruchsvolle Aufgaben, bei denen langsame Kontrolle und zusätzliches Drehmoment entscheidend sind.
Richtiges Schalten (insbesondere für 4L) und das Vermeiden von Part-Time-4WD auf trockenem Asphalt schützt den Antriebsstrang. Offroad-Arbeiten beanspruchen die Antriebskomponenten stark, selbst bei korrektem Betrieb.
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